„Ich habe Verlustangst.“
Das ist einer der häufigsten Sätze, die wir in Erstgesprächen hören.
Die Angst vor einer Trennung.
Die Angst, verlassen zu werden.
Die Angst, den geliebten Menschen zu verlieren.
Viele Betroffene haben bereits unzählige Videos geschaut, Bücher gelesen oder versucht, ihre Gefühle zu kontrollieren. Manche waren sogar bereits in therapeutischer Begleitung.
Trotzdem passiert immer wieder dasselbe:
Sie geraten in ähnliche Beziehungen.
Sie reagieren immer wieder gleich.
Sie verlieren sich selbst.
Sie können nicht loslassen.
Sie wissen eigentlich, was ihnen nicht guttut – und tun es trotzdem.
Genau an diesem Punkt lohnt es sich, eine wichtige Frage zu stellen:
Was, wenn Verlustangst gar nicht das eigentliche Problem ist?
In unserer Arbeit erleben wir immer wieder, dass Menschen mit der Überzeugung kommen, ihr Hauptproblem sei Verlustangst.
Wenn wir jedoch genauer hinschauen, zeigt sich oft etwas anderes. Die Verlustangst ist nicht die Ursache. Sie ist das Symptom.
Sie ist vergleichbar mit einer Warnlampe im Auto. Die Lampe selbst ist nicht das Problem. Sie weist lediglich darauf hin, dass irgendwo im System etwas nicht stimmt.
Genau so verhält es sich häufig mit Verlustangst.
Wenn Menschen von Verlustangst sprechen, beschreiben sie meist ein Gefühl:
Die Angst, verlassen zu werden.
Die Angst, alleine zu sein.
Die Angst, den Partner zu verlieren.
Doch Gefühle entstehen nicht einfach aus dem Nichts.
Hinter ihnen stehen häufig tiefere Überzeugungen über uns selbst, unbewusste Schutzmechanismen und alte Strategien, die wir irgendwann gelernt haben.
Deshalb stellen wir in unserer Arbeit nicht die Frage: „Wie bekämpfen wir die Verlustangst?“
Sondern: „Was steckt wirklich dahinter?“
Denn nur wenn wir die eigentliche Ursache erkennen, können wir nachhaltig etwas verändern.
In unserer Praxis begegnen uns immer wieder ähnliche Ursachen.
1. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit
Viele Menschen haben in ihrer Kindheit erlebt, dass sie sich nicht vollständig angenommen oder zugehörig gefühlt haben.
Vielleicht gab es Trennungen in der Familie.
Vielleicht fühlten sie sich ausgegrenzt.
Vielleicht hatten sie das Gefühl, nie wirklich dazuzugehören.
Später entsteht dann oft die Angst, eine Beziehung zu verlieren.
Doch bei genauerem Hinsehen geht es nicht um den Partner selbst.
Es geht um die Angst, das Gefühl von Zugehörigkeit zu verlieren.
2. Selbstwertprobleme
Manche Menschen glauben tief in sich:
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich bin nicht liebenswert.“
„Ich bin wertlos, wenn ich alleine bin.“
Die Folge:
Sie machen ihren Wert abhängig von Beziehungen.
Wird die Beziehung bedroht, fühlt es sich an, als würde der eigene Wert bedroht.
Was wie Verlustangst aussieht, ist in Wahrheit häufig ein Selbstwertthema.
3. Selbstaufopferung
Ein weiteres häufiges Muster:
Menschen stellen dauerhaft die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen.
Sie helfen ständig.
Sie sagen selten Nein.
Sie passen sich an.
Sie vermeiden Konflikte.
Irgendwann verlieren sie den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen.
Und genau daraus entsteht oft die Angst vor einer Trennung.
Denn wenn ich nicht mehr weiß, wer ich selbst bin, wird der andere Mensch zu meinem Halt.
Viele Klienten sagen zu Beginn: „Ich weiß das alles schon.“
Und oft stimmt das sogar. Sie verstehen ihre Muster rational. Sie können erklären, warum sie sich so verhalten.
Trotzdem ändern sie nichts. Warum?
Weil die meisten dieser Muster nicht auf der Verstandesebene entstanden sind. Sie wurden über Jahre oder Jahrzehnte emotional gelernt.
Deshalb reicht es nicht aus, sie zu verstehen. Man muss neue Erfahrungen machen. Neue emotionale Verknüpfungen schaffen. Neue innere Sicherheit aufbauen.
Wenn du dich immer wieder in denselben Beziehungsmustern wiederfindest, obwohl du es eigentlich besser weißt, bedeutet das nicht, dass du schwach bist. Es bedeutet auch nicht, dass du nicht genug an dir gearbeitet hast. Oft bedeutet es lediglich, dass du bisher versucht hast, das falsche Problem zu lösen.
Verlustangst ist häufig nicht die Ursache. Sie ist das Symptom.
Die eigentliche Veränderung beginnt deshalb nicht mit der Frage: „Wie werde ich meine Verlustangst los?“
Sondern mit deutlich wichtigeren Fragen:
Erst wenn diese Fragen beantwortet werden, entsteht Klarheit. Und Klarheit ist oft der erste Schritt zu echter Veränderung.
Wenn du herausfinden möchtest, welche Muster hinter deinen Beziehungsproblemen wirklich aktiv sind und warum du immer wieder an denselben Punkten festhängst, dann bewirb dich auf ein unverbindliches Erstgespräch mit dem Team von Dr. Hermes.
Gemeinsam schauen wir auf deine individuelle Situation, analysieren die tatsächlichen Ursachen deiner Herausforderungen und entwickeln einen klaren Plan für die nächsten Schritte.
Denn echte Veränderung beginnt nicht dort, wo Symptome bekämpft werden. Sondern dort, wo die eigentliche Ursache erkannt und nachhaltig verändert wird.
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Anja Rausche ist seit 2023 bei Dr. Hermes dabei. Sie hat die Ausbildung zum Beziehungs- und Transformationscoach absolviert und seither über 200 Klienten betreut. Ihre tiefe Empathie schöpft sie aus persönlichen Lebenserfahrungen, die sie selbst durch sehr schwierige Phasen geführt haben.
Gleichzeitig bringt Anja jahrzehntelange Erfahrung auf Weltklasseniveau im Tanzsport mit: Sie war Weltranglistengewinnerin, Finalistin bei Welt- und Europameisterschaften, betreut heute den Nationalkader und gehört zu den Top 5 international am höchsten lizensierten Trainerinnen und Ausbilderinnen.
Diese einzigartige Kombination aus persönlicher Transformation vom tiefsten Tiefpunkt, den jemand haben kann, Coaching-Expertise und internationaler Spitzenkarriere macht sie zu einer Coachin, die Menschen gleichermaßen mitfühlend und professionell begleitet.
Anja hat die Transformation der Klienten im Überblick und leitet das Support Team an. In der Community weiss jeder, dass der Support und die Unterstützung durch Anja der Schlüssel für sehr viele Transformationen ist und war.
Sie ist damit unverzichtbar für die Klienten und auch für unsere gesamte Firma.
Im Coaching liegt ihr Fokus auf den Themen: Emotionale Stabilisierung, Selbstwert aufbauen, innere Sicherheit und Transformation im Unterbewusstsein.
Anja hat aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Einzel- und Gruppencoaching bereits eigene Coaching Techniken selbst entwickelt.
Frederik und Jens kennen sich seit 1996. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft und viel Vertrauen.
Frederik ist seit 2023 im Dr. Hermes Team und leitet das Coaching. Seine Fachgebiete sind Glaubenssätze, Kommunikation und Selbstliebe.
2006 begann seine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie.
Seit 2013 ist Frederik als Trainer der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) aktiv. Er hat sich im systemischen Arbeiten nach Virginia Satir, motivierender Gesprächsführung und auch interkultureller Kommunikation weitergebildet.
Bei uns in der Community wird Frederik für seine direkten Worte “Ehrlichkeit mit Herz” geschätzt, sowie auch seine guten Fragen und seinen Humor.
Jens nennt ihn den Glaubenssatz-Detektiv.
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